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14.10.2026 | Susanne Neumann

Wilo Health Cube

Mit dem neuen Health Cube setzt die Wilo Group an ihrem Dortmunder Konzernsitz ein bemerkenswertes Zeichen.

©matrixfitness_und_wilo

Auf rund 5.500 Quadratmetern verbindet das Unternehmen Training, Prävention, Diagnostik, medizinische Versorgung und mentale Gesundheit unter einem Dach. Herzstück aus Fitnessperspektive ist der Health Club – ein hochwertig ausgestatteter Trainingsbereich, der Bewegung und gezieltes Gesundheitstraining in den Mittelpunkt stellt.

Gesundheit am Arbeitsplatz ist längst mehr als der ergonomische Bürostuhl, die Rückenschule oder der jährliche Gesundheitstag. Die Wilo Group geht an ihrem Konzernhauptsitz in Dortmund einen umfassenden Weg. Mit dem Health Cube ist auf dem Wilopark ein eigenes Gesundheitszentrum entstanden, das unterschiedliche Bereiche der Gesundheitsversorgung unter einem Dach zusammenführt.

Rund 5.500 Quadratmeter stehen dafür zur Verfügung. Hier finden sich das Global Health Management des Unternehmens, betriebsmedizinische und psychotherapeutische Angebote, Sozial- und Lebensberatung sowie medizinische Praxen. Hinzu kommen Sportdiagnostik, Trainingsflächen, Außensportanlagen, ein „Raum der Stille“, Überwassermassageliegen, eine Lounge mit offener Erlebnisküche und Angebote zur Kinderferienbetreuung.

Eine zentrale Rolle innerhalb dieses umfassenden Angebots übernimmt die Betriebsmedizin. Sie ist die primäre Anlaufstelle für die Mitarbeitenden bei allen Fragen rund um die Gesundheit am Arbeitsplatz und darüber hinaus. Neben klassischen arbeitsmedizinischen Aufgaben kommt dabei insbesondere der Prävention eine wichtige Bedeutung zu. Gleichzeitig bildet die Betriebsmedizin eine Schnittstelle zu den weiteren Gesundheitsangeboten des Health Cube und kann bei Bedarf gezielt in die entsprechenden Bereiche weiterleiten.

Damit verfolgt Wilo einen Ansatz, der körperliche und mentale Gesundheit gleichermaßen berücksichtigt und den Mitarbeitenden sehr unterschiedliche Möglichkeiten bietet, selbst aktiv zu werden.

Training mit konkreter Zielsetzung

Für die Fitnessbranche ist insbesondere der Health Club interessant. Wilo hat sich nicht für eine kleine betriebliche Trainingsfläche mit überschaubarer Ausstattung entschieden, sondern für einen vollwertigen Trainingsbereich mit unterschiedlichen Möglichkeiten für verschiedene Leistungs- und Trainingsniveaus.

Zur Ausstattung gehört ein EGYM Zirkel, der ein strukturiertes und weitgehend automatisiertes Training ermöglicht. Menschen mit wenig Trainingserfahrung können vergleichsweise niedrigschwellig an ein regelmäßiges Kraft- und Ausdauertraining herangeführt werden. Einstellungen und Belastungen lassen sich individuell hinterlegen und reproduzieren.

Ein breites Kraft- und Cardioangebot stellt der Hersteller Matrix. Damit bleiben die Möglichkeiten nicht auf ein vorgegebenes Zirkelkonzept beschränkt. Auch ambitioniertere Trainierende kommen auf ihre Kosten: Ein Freihantelbereich erweitert das Angebot und schafft Raum für freies Krafttraining.

Dabei soll der Health Club ausdrücklich nicht wie ein klassisches Fitnessstudio verstanden werden, erläutert Tabea Frank, sportwissenschaftliche Leitung des Health Clubs. Im Vordergrund steht vielmehr ein zielgerichteter gesundheitlicher Ansatz. Im Rahmen der Sportdiagnostik können körperliche Defizite und individuelle Ansatzpunkte bei den Probandinnen und Probanden identifiziert werden. Auf dieser Basis soll das Training gezielt ansetzen und die weitere Entwicklung fachlich begleitet werden. Ziel ist es, erkannte Defizite nicht nur festzustellen, sondern durch geeignete Trainingsmaßnahmen Schritt für Schritt zu verbessern.

Die Geräteausstattung ist damit Mittel zum Zweck. Entscheidend ist die Verbindung von Diagnostik, individueller Trainingssteuerung und sportwissenschaftlicher Begleitung. Der EGYM Zirkel, die Matrix Kraft- und Cardiogeräte sowie der Freihantelbereich ermöglichen dafür unterschiedliche Trainingsformen.

Bewegung findet auch draußen statt

Zum Health Club gehört zudem ein großzügiger Outdoor-Bereich. Dort stehen Flächen für Basketball, Padel und Fußball zur Verfügung. Interessant ist dabei, dass diese Angebote nicht nur Bestandteil eines organisierten betrieblichen Sportprogramms sind, sondern von den Beschäftigten auch eigenständig genutzt werden.

Nach der Arbeit können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen Timeslot buchen, sich mit Kolleginnen und Kollegen verabreden und gemeinsam zum Spiel treffen. Aus dem Gesundheitsangebot wird damit zugleich ein unkompliziert nutzbares Freizeitangebot direkt am Arbeitsplatz. Wer sich zum Basketball, Padel oder Fußball verabredet, verbindet Bewegung mit dem gemeinsamen Erlebnis.

Gerade diese niedrigschwellige Nutzung ergänzt das stärker strukturierte Training innerhalb des Health Clubs. Nicht jede Form von Bewegung muss diagnostisch gesteuert oder Teil eines festen Trainingsplans sein. Auch Spiel, Spaß und gemeinschaftliche Aktivität haben ihren Platz.

Daneben bleibt die Sportdiagnostik ein wichtiger Bestandteil des Health Clubs. Sie schafft die Möglichkeit, körperliche Voraussetzungen und Leistungsfähigkeit differenzierter zu betrachten und das individuelle Training entsprechend auszurichten.

Der Trainingsbereich steht dabei nicht isoliert innerhalb des Unternehmens, sondern befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu den weiteren Angeboten des Health Cube.

Medizin, Regeneration und Gesundheit unter einem Dach

Zentraler Bestandteil des Health Cube sind selbstständig geführte fachmedizinische Praxen. Zum Start gehören Angebote aus Dermatologie, Physiotherapie und Zahnmedizin dazu; weitere haus- und fachärztliche Angebote sollen perspektivisch folgen. Von dieser medizinischen Infrastruktur soll nicht ausschließlich die Wilo-Belegschaft profitieren. Das Unternehmen versteht den Health Cube zugleich als Angebot für die Region.

Eine unmittelbare Schnittstelle zum Trainingsbereich ergibt sich unter anderem durch die Physiotherapie. Training, Prävention und Therapie befinden sich damit räumlich nah beieinander. Für gesundheitsorientierte Fitnessanbieter ist diese Entwicklung grundsätzlich vertraut: Gesundheitstraining, Beweglichkeitsförderung und Kraftaufbau spielen längst auch im Umfeld therapeutischer Maßnahmen eine Rolle.

Wilo setzt im Health Cube insgesamt stark auf Prävention. Moderne technische Ausstattung und die Einbindung von KI sollen dazu beitragen, Angebote zu individualisieren und Gesundheitsleistungen weiterzuentwickeln. Gleichzeitig beschränkt sich der Gesundheitsbegriff nicht auf die körperliche Leistungsfähigkeit. Psychotherapeutische Angebote sowie Sozial- und Lebensberatung gehören ebenso zum Konzept wie Möglichkeiten zur Regeneration und zum Rückzug.

Der „Raum der Stille“ bietet dafür einen eigenen Bereich. Hinzu kommen Überwassermassageliegen zur Entspannung und Regeneration. Mit einer Lounge und einer offenen Erlebnisküche wird darüber hinaus das Thema Ernährung aufgegriffen.

Für Wilo ist der Health Cube Teil einer langfristigen Unternehmensstrategie. „Wir eröffnen heute nicht bloß ein Gebäude. Wir feiern eine Haltung“, erklärte Oliver Hermes, President & Global CEO der Wilo Group, anlässlich der Eröffnung. Der Health Cube sei ein „unübersehbarer Ausdruck unserer unverrückbaren Werte als Familienunternehmen“.

Das Unternehmen verweist dabei auf seine 154-jährige Geschichte und sieht die Verbesserung von Gesundheitsversorgung und Lebensqualität als einen Teil seiner Tradition. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann bezeichnete den Health Cube bei der Eröffnung als vorbildliches Beispiel für das Engagement eines Unternehmens für seine Beschäftigten und die Menschen in der Region. Dortmunds Oberbürgermeister Alexander Kalouti hob insbesondere die Verbindung von Gesundheit, Prävention und Arbeitgeberattraktivität hervor.

Ergänzt wird das Angebot durch eine betriebliche Krankenversicherung, die Wilo gemeinsam mit SIGNAL IDUNA eingeführt hat. Die Beschäftigten erhalten jährlich ein Gesundheitsbudget, das für Vorsorge- und Präventionsleistungen eingesetzt werden kann, die über den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung hinausgehen.

Mehr als eine Trainingsfläche

Aus Sicht der Fitnesswirtschaft ist am Health Cube insbesondere der Ansatz des Health Clubs interessant. Denn trotz hochwertiger Ausstattung soll hier kein klassisches Fitnessstudio innerhalb eines Unternehmens entstehen. Die Trainingsgeräte bilden vielmehr die Basis für ein gesundheitlich orientiertes Angebot, bei dem Diagnostik, gezieltes Training und fachliche Begleitung ineinandergreifen.

Gleichzeitig zeigt der Outdoor-Bereich eine zweite Seite des Konzepts. Bewegung darf auch spontan, gemeinschaftlich und spielerisch stattfinden. Mitarbeiter buchen nach Feierabend ihren Timeslot, verabreden sich zum Basketball, Padel oder Fußball und nutzen damit die Infrastruktur des Unternehmens für ihre persönliche Freizeitgestaltung.

Auch architektonisch setzt Wilo Akzente. Nach etwas mehr als zwei Jahren effektiver Bauzeit bildet der Health Cube das vorerst letzte Einzelbauprojekt des umfassenden Standortentwicklungsprojekts auf dem Wilopark. Errichtet wurde das Gebäude in materialschonender und CO₂-armer Holzskelettbauweise mit vorgehängter Holzfassade und Trennwänden in Holzleichtbauweise.

Auf 5.500 Quadratmetern ist so ein Gesundheitszentrum entstanden, dessen Spektrum weit über die eigentliche Trainingsfläche hinausgeht. Für die Fitnessbranche dürfte dennoch gerade der Health Club besonders interessant sein: EGYM Zirkel, Matrix Kraft- und Cardiogeräte und Freihanteltraining treffen auf Sportdiagnostik und sportwissenschaftliche Betreuung – mit dem erklärten Anspruch, individuelle Defizite zu erkennen, gezielt anzugehen und Verbesserungen langfristig zu begleiten.#

An dieser Stelle ein persönliches Dankeschön für den aufschlussreichen Pressetermin und die ausführlichen Einblicke in den Health Cube. Mein besonderer Dank gilt Dr. Caroline Kaiser, Medical Director Wilo Health Care GmbH, Yvonne Maria Spoo, Corporate Communications Specialist, sowie Tabea Frank, sportwissenschaftliche Leitung des Health Clubs, die mich vor Ort betreut, durch die unterschiedlichen Bereiche geführt und umfassend über das Konzept und die praktische Umsetzung informiert haben.


Autor

Susanne Neumann

Leitende Redakteurin #FITNESS

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